Leitung und Mitwirkung

„Gemeinde, unser Ding! – Gemeinde, Gottes Ding!“

Eine Entdeckungsreise in der eigenen Gemeinde

„Wir starten ein neues Projekt: »Gemeinde, unser Ding! – Gemeinde, Gottes Ding!« - mit Thomas Steinke. Möchtest du mitmachen?“, wurde ich gefragt. Bisher hatte ich von diesem Projekt noch nie gehört: „Worum geht es da?“ „Darum, dass wir uns Gedanken über unsere Gemeinde machen. In 4-5 Treffen in größeren Abständen.“ Okay, das ist zu schaffen und vielleicht auch ganz spannend, dachte ich mir. Und das war es auch!

Wir waren ein bunt zusammengewürfeltes Team aus unterschiedlichen Bereichen der Kirchengemeinde. Thomas Steinke hat uns durch viele interessante Aufgaben und Aktionen einen Blick auf unsere Gemeinde werfen lassen, uns sehen lassen, was nach der Bibel Kennzeichen von Gemeinde sind, wo wir stehen, was bereits vorhanden und gut ist, was wir weglassen oder verändern könnten.

Ein Punkt des Projektes war herauszufinden, wie die Kirchengemeinde von den Gemeindemitgliedern wahrgenommen wird. Dabei hatten wir viele positive Gespräche mit unterschiedlichen Gemeindemitgliedern, aus denen wir zahlreiche interessante Ideen und überraschende Erkenntnisse gewonnen haben. Gut fand ich auch die Tipps von Thomas Steinke zu Apps, YouTube und Links zur Verknüpfung des Glaubens mit der digitalen Welt.

Die Mitarbeit an diesem Projekt und mit dem Team hat mich wieder bewusst über meinen Glauben und Gott nachdenken lassen und mich sehr bereichert.

Gunda Wiese, Neuenkirchen

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Kirche bewegt sich in Gyhum und Elsdorf

Zur “Werkstatt für Mitarbeitende” lud Thomas Steinke, Pastor für Gemeindeinnovation, am 10.11.2018 Interessierte aus Gyhum und Elsdorf nach Rotenburg ein.

Einen Tag lang haben sich insgesamt 22 Teilnehmer*innen mit Themen rund um ihren persönlichen Glauben und ihre Gemeinde befasst. Nach einer kurzen, interessanten Kennenlernrunde ist schon ein erster Eindruck der Mitarbeitenden untereinander entstanden. So verschieden die Wege zum christlichen Leben und Glauben auch waren, so viel Freude haben alle an ihren Aufgaben und der Gemeinschaft in Christus.

Doch sind auch noch viele Wünsche offen. So würden die Gyhumer, wie auch die Elsdorfer gerne mehr Mitarbeitende und Gottesdienstbesucher gewinnen. Die Kinder- und Jugendarbeit soll weitergeführt und gestärkt werden, der Verwaltungsaufwand darf nicht noch größer werden.

Gestärkt durch ein gemeinsames Mittagessen ging es im Anschluss um das Profil der beiden Gemeinden. Sich seine Kirche als eine Persönlichkeit vorzustellen, ist gar nicht mal so einfach. Was ist typisch für meine Gemeinde? Was macht sie für einen Eindruck auf mich? Wie kann ich ihr Wesen beschreiben? Welche Entwicklung wünsche ich mir für sie? Wo sollte Veränderung stattfinden?

Beim Zusammentragen der Ergebnisse wurde deutlich, dass auch hier die Gyhumer und Elsdorfer in die gleiche Richtung denken. Viel Gewicht liegt dabei auf dem Ausblick in die Zukunft. Insbesondere betrifft das den Wunsch beider Gemeinden nach mehr Zusammenarbeit auf verschiedensten Gebieten und der Verknüpfung mit den ortsansässigen Vereinen.

Konkret könnte das z.B. bedeuten,

  • dass gemeinsame Vorbereitungsgruppen entstehen, um neue Impulse zu bekommen;
  • dass es einen gemeinsamen Gemeindebrief gibt, um einen guten Informationsfluss zu haben;
  • dass Gruppen abwechselnd gemeinsam in Gyhum oder Elsdorf stattfinden;
  • dass Gottesdienste zusammen gefeiert werden.

Das alles sind Ideen, die an diesem gelungenen Werkstatt-Tag entwickelt wurden, in einer tollen Gemeinschaft mit unserer Nachbargemeinde Gyhum.

Nun liegt es an uns allen, diese kleinen Träume und konkreten Wünsche umzusetzen. Und jeder der Freude hat, daran mitzuarbeiten, ist von Herzen willkommen.

(Ursprünglich für den Gemeindebrief verfasster Bericht von Meike Dreyer, Elsdorf)

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Fanfare für die Kirche von morgen

Eine Region auf dem Weg in die Zukunft

Wie eine Fanfare klang das Vorspiel des Posaunenchores Oerel-Hipstedt in der Oereler Kirche. Sehr passend – so fanden die über 150 Besucher des Reformationsgottesdienstes am 31. Oktober. Denn nicht nur der neu eingerichtete niedersächsische Feiertag wurde so begrüßt. Begrüßt wurden erstmals auch Besucher aus allen vier Kirchengemeinden der Kirchenregion „OHIO“: aus Oerel, Hipstedt, Iselersheim und Oese. Die Gangolf-Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt und Freude über so viel neues Miteinander machte die Runde. „Was für ein toller Gesang“, schwärmte eine Besucherin, „da wird die Seele frei!“

Beim anschließenden „Reformations­frühschoppen“ waren die vielen Gäste dann auch so frei, in einem lebendigen „World Café“ darüber nachzudenken, was ihnen an ihrer Kirche heute wichtig ist und morgen wichtig sei soll. Mit dem Rückenwind des besonderen Gottesdienstes, fiel es nicht schwer sich vorzustellen, dass eine künftig engere Kooperation der Gemeinden große Vorteile bringt: Gemeinsame Aktionen der Männer, gemeinsamer Gemeindebrief, gemeinsame Chorarbeit wurden gewünscht. Interessant würde dies überall dort, wo man „zusammen besser“ sei oder wo man gemeinsam „Kraft, Zeit und Geld sparen“ könne. Anschaulich wurde das für alle am beeindruckenden Posaunenchor, den man seit 60 Jahren als ein regionales Projekt bezeichnen kann.

Doch festgestellt wurde ebenso, wie wichtig den Menschen die eigene Kirchengemeinde ist. Bei allem Bewusstsein für einen notwendigen Wandel, wurde doch deutlich, dass Kirche weiterhin nah an den Menschen vor Ort sein müsse: „Welcher Pastor ist für mich zuständig? An welche Pastorin kann ich mich wenden?“, waren konkrete Fragen, die von der Sehnsucht nach Zuspruch und Gemeinschaft erzählten.

Für die Kirchenvorstände aus „OHIO“ haben die dokumentierten Tischgespräche des „World Cafés“ viel Material ergeben. Mit diesen Voten werden die Verantwortlichen schon bald anfangen weiterzuarbeiten.

(Ursprünglich für die Presse verfasster Bericht vom 31.10.2018 von Marco Müller, Pastor in Oese, Telefon 04766/343, E-Mail: marco.mueller@kkbz.de)

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